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DIHK fordert ein besseres Gründungsklima für Unternehmen in Deutschland – Politik muss endlich handeln


Jetzt fordert auch der DIHK in Berlin in seiner neuesten Publikation endlich von der Politik akutes Handeln für eine Verbesserung des Existenzgründer-Klimas in Deutschland ein. Über viele Jahre ging die Anzahl der wirtschaftlich produktiven Unternehmen schleichend per Saldo zurück, der Bereich der Unternehmensförderung wurde immer mehr zurückgefahren, Förderungen für Existenzgründer gänzlich gestrichen oder stark reglementiert.

Konzentriert hat sich die Regierung überwiegend auf soziale Wohltaten wie „Mütterrente“ oder zuletzt den „Mindestlohn“. Ansteigende Sozialhaushalte für SGB 2-Leistungen haben zusätzlich die Gestaltungsspielräume stark eingeengt. Somit blieb für die vergleichsweise sehr kleine Gruppe der unternehmerischen Pioniere und Gründer relativ wenig vom „Förderkuchen“ übrig.

Wer aber soll denn die sozialen Wohltaten des Staates langfristig finanzieren wenn nicht viele wirtschaftlich starke (mittelständische) Unternehmen, die in Deutschland Steuern zahlen und Arbeitsplätze schaffen?

Wie kann Wachstum und Wohlstand langfristig gewährleistet werden, wenn Deutschland mit dem einzig verfügbaren Rohstoff – hohe Bildung und Qualifizierung von Arbeitnehmern sowie vor allem Innovationskraft und Kreativität entschlossener Unternehmer – so schlecht umgeht?

In dem 10 Punkte-Katalog skizziert der DIHK erforderliche Maßnahmen und Aktivitäten auf Seiten der Politik sehr zutreffend. Nicht umsonst tauchen an oberster Stelle zwei Forderungen im Zusammenhang mit den finanziellen Rahmenbedingungen für Existenzgründer auf. Die in Deutschland zwingend erforderliche und sich allenfalls in den Kinderschuhen befindliche Säule der Unternehmensfinanzierung durch sog. „Wagniskapital“ ist eine zentrale Forderung. Vorhandenes, privates oder institutionelles Anlagekapital muss künftig viel intensiver und selbstverständlich auch in Unternehmensbeteiligungen angelegt werden anstatt in unproduktiven Anlageformen wie Tagesgeld, Geldmarktfonds oder Staatsanleihen.

Entsprechende Förderanreize für Wagniskapital-Geber muss die Politik setzen. Als Vorbild könnte dabei einmal mehr die USA dienen, wo Existenzgründer zunehmend innovative Geschäftsmodelle unter Umgehung von klassischen Finanzakteuren (z.B. Geschäftsbanken) erfolgreich realisieren. An funktionierenden Märkten können Wagniskapital-Geber  transparent agieren, die erzielbaren Renditen dieses Anlagesegmentes liegen langfristig bei deutlich über 20%.

Ebenso ist die Politik gefordert, die seit geraumer Zeit bestehende „Kreditklemme“ (dramatischer Rückgang der Finanzierungen an Unternehmen trotz steigender Liquiditätsversorgung der Geschäftsbanken durch die EZB) aufzulösen. Durch die neuen, rigiden Basel III-Auflagen bei Geschäftsbanken (insbesondere Eigenkapitalanforderungen) wird es für kleine und mittlere (mittelständische) Unternehmen immer schwieriger, erforderliches Kapital für Gründung, Expansion oder Innovation bei Geschäftsbanken zu erhalten.

In der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Konstellation sollte es nicht nur bei reinen Appellen bleiben! Die Politik ist massiv gefordert, sie sollte ihrer Aufgabe zum Wohle der Volkswirtschaft und des Landes endlich nachkommen!

Der DIHK stellt einen Forderungskatalog auf, um das Klima für Existenzgründungen in Deutschland zu verbessern.

Der DIHK stellt einen Forderungskatalog auf, um das Klima für Existenzgründungen in Deutschland zu verbessern.

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